Pfarrheim an St. Martin (Bericht):„Treffpunkt der Kulturen“ hilft Geflüchteten
Seit knapp vier Jahren existiert in Langenfeld der „Treffpunkt der Kulturen“. Er versteht sich als Netzwerk zum Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt und den in Langenfeld lebenden geflüchteten Menschen jeden Alters.
Mitte Oktober 2022 wurde die Idee geboren, als einige Personen in unserer Stadt von jungen Flüchtlingen angesprochen wurden: „Ich will gerne Deutsch lernen, wie und wo geht das?“ Aufgrund dieser persönlichen Ansprache fand am 25. Oktober 2022 ein erstes Treffen von Migranteninnen und Migranten aus den Flüchtlingsunterkünften statt. Organisiert wurde es damals von Karin Selbach, Boris Pohlen, Nena Blagarodna Nikolovski.

Ziele des Treffpunktes
Vorrangig geht es darum, allen das Gefühl zu vermitteln, in Langenfeld willkommen zu sein. Freunde können zum Treff mitgebracht werden. Vor Ort soll eine gemütliche Atmosphäre herrschen. Jeder kann/soll etwas zu essen mitbringen. „So lernt man sich besser und leichter kennen. Mit diesem ‚Treffpunkt der Kulturen‘ ging für uns ein Traum in Erfüllung. Hier konnten und können sich Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunftsländern treffen und sind trotz der Unterschiedlichkeit und Sprachbarrieren in der Lage, sich irgendwie zu verstehen“, erklärt Karin Selbach, eine der Initiatorinnen. Das Hauptziel ist immer noch, die eigenen Sprachfähigkeiten zu verbessern und Kenntnisse über das Leben in Deutschland zu erlangen. Dadurch fällt es den Menschen mit Migrationshintergrund leichter, eine Arbeitsstelle zu finden oder eine Ausbildung bzw. ein Studium aufzunehmen.

Die Arbeit des Organisationsteams
In der Regel findet der Treff an jedem letzten Freitag des Monats im Pfarrzentrum St. Martin in Richrath statt. Jeder ist willkommen. Inzwischen nehmen 40 bis 50 Personen den „Treffpunkt der Kulturen“ in Anspruch. Es ist eine gute Mischung zwischen geflüchteten Menschen und den deutschen Langenfelderinnen und Langenfeldern. Das gute Miteinander zwischen Geflüchteten und Einheimischen hilft dabei, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und die Integration zu unterstützen.
Brigitte Oligschläger sagt: „Hilfestellung bei Behördengängen, beim Ausfüllen der Formulare, der Erstellung von Bewerbungen und der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen und vieles mehr wird von unseren Mitstreiterinnen und Mitstreitern Jahr für Jahr geleistet, um den Menschen ihre Unsicherheit zu nehmen. Wir freuen uns immer sehr, wenn wieder jemand eine Arbeitsstelle gefunden hat und so mit einem geregelten Einkommen rechnen kann.“
Inzwischen arbeiten auch ehemals Geflüchtete ehrenamtlich beim Treff der Kulturen in der Organisation von Veranstaltungen mit. Sie helfen mit, den Prozess der Integration für andere Geflüchtete zu unterstützen und geben ihnen ihre Erfahrungen weiter.
Unterstützung des Treffs
Große Dankbarkeit herrscht bei den Verantwortlichen für die Unterstützung durch Privatspender, Spenden einzelner Firmen und der Kirchengemeinde St. Josef und Martin, also all denen, denen die Arbeit des ehrenamtlichen ‚Treffpunkt der Kulturen‘ wichtig ist.
Die Verantwortlichen betonen:
„Die aller-, allermeisten Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, wollen schnell die deutsche Sprache lernen und Arbeit finden. Sie wollen nicht dem deutschen Staat ‚auf der Tasche liegen‘ und wollen das Leben und die deutsche Kultur kennenlernen, wodurch sie sich schnell integrieren können. Sie benötigen unser aller Hilfe, sowohl der öffentlichen Hand als auch der privaten und kirchlichen Unterstützung. Das Gefühl, „willkommen“ zu sein, in geschützten Räumen (Wohlfühlraum) offen ihre Probleme und Sorgen ansprechen zu können, Menschen zu haben, die zuhören, ist ein hohes Gut bei der Integration. Wir setzen uns weiter mit viel Engagement für die Integration von geflüchteten Menschen in Langenfeld ein, so Karin Selbach und Brigitte Ohligschläger.
Die nächsten Termine in 2026, jeweils am letzten Freitag im Monat:
25. September 2026, 30. Oktober 2026, 27. November 2026