Renovierung der Kirche von Juni 1995 bis April 1996

Datum:
27. Apr. 2020
22 Bilder

Im Jahr 1992 erschütterte ein Erdbeben ganz Langenfeld und hinterließ auch in unserer Pfarrkirche St. Josef beängstigende Spuren: Bisher bestand ein Gleichgewicht im System. Die oberhalb der Stützen entstehenden Schubkräfte aus den gemauerten Deckengewölben konnten aufgenommen werden. Durch die Erschütterung des Erdbebens wurde dieses Gleichgewicht erheblich gestört: die Stützen stellten sich unregelmäßig schief und dadurch entstanden Risse in den Gewölben.

Diese Schäden zwangen zum raschen Handeln. 
Umfangreiche Renovierungs- und Verschönerungsmaßnahmen wurden vorgenommen.

Im Einzelnen: 
Die Risse in den Gurtbögen wurden geschlossen; die Rundstützen erhielten an ihren Köpfen Zuganker aus nicht rostendem Stahl. 
Dadurch konnten die Stützen wieder in die Senkrechten gebracht werden.Die Heizung wurde von Öl auf Gas umgestellt. Die Elektrik wurde komplett erneuert. Eine neue Beleuchtung wurde installiert. Die Chor- und die Hauptorgel wurden gereinigt und überholt.
Künstlerische Arbeiten:
Die künstlerische Beratung und die Ausmalung der Kirche selbst wurde von Dieter Hartmann, Köln, durchgeführt.
Die tragenden Säulen sind im unteren Bereich durch eine kräftige Farbe vom Gewölbe abgesetzt; diese Farbe wird nach oben in den halbrunden Rippen der oberen Stützen und Gurtbögen weiter geführt. Die übrige Ausmalung der Säulen oberhalb de Kapitelle und der Gurtbögen erwirken durch Farbe und Struktur den Eindruck eines Sandsteines. Die Grate der Gewölbe sind durch die Ornamente leicht betont, die Schlusssteine sind farblich und auch in den Ornamenten davon abgesetzt.
Die Rückwände der seitlichen Altarnischen sind als Kapelle ausgemalt. Die Bemalung der Rückwand des Chores verbindet die farblichen Fenster mit den unteren Glas-Mosaiken.

Die Kreuzwegbilder, wie die Mosaiken der Apsis 1951 von Josef von Heekern, Issen‑Verden, geschaffen, wurden in die Wand der früheren Taufkapelle im Turm eingelassen.