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Neue Pläne für Kirchort Hardt – St. Mariä-Himmelfahrt

Datum:
1. Juli 2026
Von:
Hermann-Josef Klaas
v.l.n.r.: Andreas Rotterdam, Linus Kloesgen, Pfr. Dr. Alexander Krylov und Michael Flanhardt
Vom Kirchort zur lebendigen Caritas

 

Langenfeld, 30. Juni 2026 - Die Kirche St. Mariä-Himmelfahrt am Kirchort Hardt in Langenfeld soll zu einem sozial-caritativen Zentrum in Trägerschaft eines katholischen Trägers entwickelt werden. In enger Kooperation zwischen den Verantwortlichen der Kirchengemeinde St. Josef und Martin, dem Investor Andreas Rotterdam, der Stadt Langenfeld und dem Denkmalamt wurde dieser Plan für die 70 Jahre alte Kirche St. Mariä-Himmelfahrt gefasst. Besonders attraktiv dabei: Der Chor- und Altarraum soll in seiner bisherigen Form erhalten bleiben.

 

Als erster großer Meilenstein im Rahmen der Diskussion über die künftige Nutzung der katholischen Kirchen in Langenfeld, hier insbesondere der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt, wurde am 30. Juni 2026 im Ankerplatz von St. Josef und Martin eine offizielle Absichtserklärung für das Projekt unterschrieben. Die Unterzeichner des „Letter of Intent“ waren Pfarrer Alexander Krylov, der geschäftsführende Kirchenvorstand Michael Flanhardt sowie der Langenfelder Architekt und Bauunternehmer Andreas Rotterdam und Linus Kloesgen, Geschäftsführer der Rotterdam Immobilien. Damit wird die Rotterdam Bau Gruppe nun in die Umsetzung und Konkretisierung der Planungen gehen. 

 

Familientradition

Bernhard Rotterdam, Architekt aus Langenfeld, war es, der die Kirche St. Mariä-Himmelfahrt 1956 plante und ihren Bau umsetzte. Aus der Familiennachfolge fühlt sich Andreas Rotterdam – seit 1990 Geschäftsführer der Rotterdam Bau Gruppe in Langenfeld – gegenüber der Kirche und dem Gelände familiär verpflichtet, einen bleibenden Wert im Sinne einer sozial-caritativen Umnutzung der Liegenschaft zu schaffen.

 

Rotterdam hat ein großes Interesse daran, die Familientradition mit prägenden Kirchbauten fortzuführen und somit seinen Respekt gegenüber der Familie, die allein in Langenfeld z. B. die katholischen Kirchen an der Hardt, in Berghausen, in Gieslenberg, St. Gereon Monheim, St. Dionysius, Monheim-Baumberg und andere entworfen hat, zum Ausdruck zu bringen.

 

Kirche und Kirchturm bleiben erhalten

Rotterdam hat als Investor für die Überplanung der gesamten Fläche ein Kölner Architekturbüro gewinnen können, das in der Planung von Seniorenanlagen, vor allem auch im kirchlichen Bereich, über eine breite Erfahrung verfügt. Geplant ist eine Tagespflege in der Hülle der Kirche sowie in den zu errichtenden Neubauten eine Demenzgruppe, eine Caritas-Station für die mobile Pflege in Langenfeld und Monheim sowie Seniorenwohnungen in unterschiedlichen Ausführungen. Hierbei wird das Angebot von sozialgeförderten Wohnungen über normale Mieteinheiten bis zu potenziellen Eigentumsangeboten erfolgen.

 

Wichtig ist den Verantwortlichen der Kirche zu sagen: Die Kirche und der Kirchturm an der Hardt werden bestehen bleiben. Der Altarraum mit Orgel soll als Versammlungsfläche unverändert bleiben und beispielsweise für Gebetsstunden, Chorproben und andere religiöse und kulturelle Angebote weiter genutzt werden können. „Dies alles ist in intensiven Gesprächen zwischen der Stadt Langenfeld, dem Denkmalamt, dem Unternehmen Rotterdam und der Kath. Kirchengemeinde einvernehmlich abgestimmt worden“, sagte Michael Flanhardt vom Kirchenvorstand. 

 

„Um klare Eigentumsverhältnisse zu schaffen, die die Kath. Kirchengemeinde St. Josef und Martin strukturell und finanziell absichert, ist eine Profanierung der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt an der Hardt dabei leider nicht zu vermeiden“, so Pfarrer Dr. Alexander Krylov. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft das Erzbistum Köln Ende des Jahres 2026.

 

Kein leichter Weg

Für die Gemeinde war eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Erzbistum Köln, der Stadt Langenfeld, der Kirchengemeinde und der Firma Rotterdam Bau Gruppe sehr wichtig. „Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir als Gemeinde zusammen mit der Stadt einen Kirchraum – auch im Rahmen der Quartiersplanung der Stadt Langenfeld – mit caritativer Handschrift als eine der elementaren Säulen unseres Glaubens in der Nachfolge zur aktiv genutzten Kirche aufbauen können“, so Daniel Klaas, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates.

 

Insgesamt sind die Verantwortlichen der Kirchengemeinde davon überzeugt, mit diesem Vorhaben, dem auch ein langer Entwicklungsprozess unter dem Namen „Zukunft Kirche in Langenfeld“ mit Beteiligung der Gemeinde selbst voraus gegangen ist, das „Denkmal Kirchgebäude“ an sich zu erhalten und gleichzeitig die Weiterentwicklung für eine sozial-caritativen-Einrichtung zum Wohle aller umsetzen zu können.

 

Investor Andreas Rotterdam, der Inhaber der Rotterdam Bau Gruppe, zeigte sich angetan vom Engagement aller Beteiligten, den Kirchbau langfristig erhalten und ihn sozial-caritativ nutzen zu wollen. „Wir sind überzeugt davon, hier gemeinsam ein zukunftsfähiges Projekt aufzusetzen, das Modellcharakter für ähnliche Vorhaben hat. Ich danke allen Beteiligten für ihren persönlichen Einsatz.“

260628-3D Ansicht St. Maria Himmelfahrt-1

3D - Ansicht des geplanten Umbaus