Das Sakrament der Beichte oder (nur) ein Gespräch?

Datum:
27. Apr. 2020

Alle Firmanden werden eingeladen zur Beichtgelegenheit in die Kirche zu kommen. Nach einer kurzen Einführung darf sich jeder Firmand von mehreren Priestern einen Gesprächspartner seiner Wahl aussuchen. Die Priester sitzen für alle sichtbar an kleinen Tischen, trotz der offenen Gesprächsatmosphäre wird das persönliche Gespräch nicht beeinträchtigt. So ist der Ablauf:

Der Priester begrüßt den Firmanden. Anschließend wird der Firmand eingeladen zu überlegen, welche Dinge in seinem Leben im Moment dran sind und was er gerne mit dem Priester besprechen möchte.

Die Beichte wird dann als befreiend empfunden, wenn man sich „etwas von der Seele gesprochen hat“- wenn man es einfach ausgesprochen hat. Im Laufe des Gespräches ergibt sich, ob aus dem Gespräch eine Beichte wird. In diesem Fall spricht der Priester das Vergebungsgebet:

„Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes – Kreuzzeichen- 
 

Auch in einem guten Gespräch kann die Stärkung im Glauben und das befreiende Aussprechen spürbar werden und genügen. Man verabschiedet sich voneinander ohne sakramentale Handlung. Nach der Beichte oder dem persönlichen Gespräch kann der Firmand noch etwas zum Gebet in der Kirche bleiben, und Gott mit seinen eigenen Worten für das Gespräch oder seine Vergebung danken und eine Kerze anzünden.