Adamah (Bericht):Adolph Kolping - Ein Leben für soziale Gerechtigkeit

Etwas Besonders konnten die Besucher/innen am Sonntag, 08. März, in der Christus König Kirche in Langenfeld erleben.
Im Rahmen der Initiative "Adamah - wo Neues wächst" wurde ein Theaterstück (Mysterienspiel) zum Leben und Wirken von Adolph Kolping aufgeführt.
Verein und die Schauspieler/innen
Der Verein Lüfthildis Mysterienspiele e.V. aus Meckenheim gründete sich zu Beginn der 1980iger Jahre mit 20 Mitgliedern. Heute gehören dem Theaterverein rund 200 Mitglieder an, wovon viele aktiv auf der Bühne stehen.
Theater in der Kirche
25 Schauspieler/innen im Alter von 10 bis Mitte 80 Jahren, unterstützt von Personen für Musik, Ton u. Souffleuse, waren in die Christus König Kirche nach Langenfeld gekommen.
Schnell wurde deutlich, dass die Zuschauer/innen von der Aufführung vor dem Altar gefesselt wurden. Eine besondere Stimmung entstand auch durch die Lichteffekte in der Kirche. Man sah es den Schauspieler/innen an, dass es Ihnen viel Freude bereitete, das Mysterienspiel aufzuführen mit dem das Leben von Adolph Kolping in einer Spielzeit von 2 Stunden wiedergegeben wurde, um damit gleichzeitig auch zum Nachdenken anzuregen. So sagte Kolping u.a.: "Hass, Leid und Ungerechtigkeit sind in der Welt. Kämpft jeden Tag dagegen! Es geht nicht ohne Politik! Mischt euch in alles ein! Lasst euch die Freude an der Kirche nicht vertreiben!"
Reaktionen von Spielern und Gästen
Einige Teilnehmer der Theatergruppe äußerten sich sehr erfreut, dass sie hier in Langenfeld auftreten durften. "Es macht uns Spaß, auch außerhalb von unserer Heimat, unser Können zu zeigen und die Mitchristen zu begeistern". Die Zuhörer/innen waren fasziniert, dass sie ein 2-stündiges Programm erleben durften - und das alles von Laienschauspieler so fazinierend und authentisch dargestellt. Eine kleine Besuchergruppe war sogar extra aus Düsseldorf zu dieser Vorstellung im Rahmen der Initiative "Adamah - wo Neues wächst" angereist.
Dank und Hoffnung
Michael Flanhardt, Kirchenvorstand, dankte sowohl dem Theaterverein aus Meckenheim als auch den Besucher/innen für ihr Kommen. Ein besonderer Dank galt den Schauspieler/innen, die für "Gottes Lohn" sich bereits mittags auf den Weg gemacht hatten, um hier das Stück über Adolph Kolping aufzuführen.
Flanhardt wies darauf hin, dass der Verein Lüfthildis in diesem Jahr zum Katholikentag im Mai nach Würzburg eingeladen ist und wünschte ihnen dort einen ebenso großen Erfolg mit ihrer Aufführung, wie an diesem Abend hier in Langenfeld.
Zur Geschichte von Adolph Kolping
Adolph Kolping (1813-1865) war ein deutscher katholischer Priester.
Schon früh musste er zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und zog als Schuhmachergeselle ab 1830 durch weite Teile Deutschlands. Mit 23 Jahren holte er die höhere Schulbildung nach und wurde 1845 in Köln zum Priester geweiht. Er gründete den Kölner Gesellenverein, der bald zur Keimzelle einer internationalen Bewegung wurde. Zum Zeitpunkt seines Todes zählte der von ihm gegründete Verein bereits über 400 Gesellenvereine im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Heute ist das Kolpingwerk mit über 400.000 Mitgliedern in mehr als 60 Ländern tätig. Alleine in Deutschland gibt es 2.200 Kolpingfamilien. 1991 wurde Adolph Kolping von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.