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MISEREOR Fastenaktion 2019: "Mach was draus: Sei Zukunft!"

10. März 2019;

 „Mach was draus: Sei Zukunft!“

mit dieser Aufforderung stellt MISEREOR junge Menschen aus El Salvador in den Mittelpunkt der Fastenaktion 2019. Ausgehend von ihren eigenen Stärken und Fähigkeiten gestalten sie ihr Leben und ihr soziales Umfeld so, dass sich ihre Lebenssituation verbessert. Denn in dem zentralamerikanischen Land schränken Gewalt, Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit das öffentliche Leben stark ein. Den Jugendlichen vor Ort eine Zukunft zu geben: Das ist der ganzheitliche Ansatz der MISEREOR-Partnerorganisationen in El Salvador.

Sie motivieren junge Menschen, Lebenspläne zu entwickeln und unterstützen sie dabei sich ein Zuhause und eine Perspektive aufzubauen.

Durch ihr Engagement sind die jungen Menschen Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft in Würde und Sicherheit. Ihrem Vorbild folgend lädt die Fastenaktion dazu ein, Zukunft zu gestalten und Zeichen der Veränderung zu setzen – hier bei uns, in El Salvador und weltweit.

Ana Colocho aus El Salvador lacht uns auf dem Aktionsplakat 2019 entgegen. Die junge Frau steht für eine Generation, der zwischen Bandenkriminalität und Staatsgewalt kaum Perspektive in ihrem Heimatland zugeschrieben wird – und sich dennoch selbstbewusst eine Zukunft aufbaut.

 

Schwerpunktland El Salvador:
Die Republik El Salvador (Hauptstadt: San Salvador) ist etwa so groß wie Hessen und damit das kleinste und mit 6,4 Millionen Einwohnern auch das dicht besiedelteste Land Mittelamerikas. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 25 Jahre. Sie haben wenig Perspektiven, denn es herrscht eine Arbeitslosigkeit von mehr als 26 Prozent. Auch deshalb wünschen sich (nach Auskunft einer Studie von 2017) 76 Prozent der unter 24-jährigen das Land zu verlassen. Mehr als drei Millionen Salvadorianer und Salvadorianerinnen leben bereits im Ausland. Die Rücküberweisungen der im Ausland lebenden Menschen machen 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus.

El Salvador ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt mit jährlich 64 Morden auf 100.000 Einwohner laut Aussage der Nationalpolizei El Salvadors 2018. Im Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert bei 2,92. Einer der Gründe: Ganze Stadtviertel und Regionen sind unter Kontrolle verbrecherischer Jugendbanden. Sie kassieren Schutzgeld und handeln mit Drogen und Waffen.

 

Für die Bevölkerung bedeutet dies eine starke Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Die Politik setzt auf „harte Hand“ und zieht das Militär zur Wahrung der inneren Sicherheit heran, was zu einer Eskalation der Gewalt führt. Jugendliche stehen bei Polizei und Militär unter Generalverdacht und Menschenrechtsorganisationen beklagen ungerechtfertigte und willkürliche Festnahmen, Schikanen, Folter und außergerichtliche Hinrichtungen. Gewalt ist in der salvadorianischen Gesellschaft überall gegenwärtig. Rund 100.000 Menschen, vor allem junge, flüchten daher jedes Jahr vor Gewalt und fehlenden Perspektiven aus El Salvador.

 

MISEREOR:
Seit 1959 gestaltet MISEREOR in der katholischen Kirche in Deutschland die Fastenzeit und bittet die Menschen mit der Fastenaktion jedes Jahr um Solidarität und Unterstützung für Benachteiligte in Asien und Ozeanien, Afrika und dem Nahen Osten, Lateinamerika und der Karibik. Jedes Jahr steht ein anderes Thema und ein anders Land im Fokus der Fastenaktion. 2019 lädt sie in bundesweit mehr als 10.000 Gemeinden ein: „Mach was draus: Sei Zukunft!“

Seit seiner Gründung im Jahr 1958 hat MISEREOR über 108.000 Projekte mit über 7 Milliarden Euro gefördert. Zurzeit fördert das Werk mehr als 2.900 laufende Projekte in 89 Ländern.

 

Spendenkollekte am 5.Fastensonntag
Ein wichtiger Tag der Fastenaktion ist wie jedes Jahr der fünfte Sonntag der Fastenzeit, der MISEREOR-Sonntag, am 7. April 2019. Dann werden bundesweit die Gläubigen in allen katholischen Gottesdiensten über die MISEREOR-Arbeit informiert und um Spenden gebeten - auch hier bei uns in Langenfeld!

Thomas Antkowiak

 

[MISEREOR-Hungertuch 2019/2020]

  

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