Veranstaltungen

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Filmabend für die Peru-Hilfe Uedelhoven
21.02.2019 - Pfarrsaal an St. Josef, Josefstraße 6
Sicherheit auf Schritt und Tritt – erste Hilfe bei Kindernotfällen
22.02.2019 - Kath. Familienzentrum St. Martin, Zehntenweg 44
Sicherheit auf Schritt und Tritt – erste Hilfe bei Kindernotfällen
23.02.2019 - Kath. Familienzentrum St. Martin, Zehntenweg 44
Sicherheit auf Schritt und Tritt – erste Hilfe bei Kindernotfällen
23.02.2019 - Kath. Familienzentrum St. Martin, Zehntenweg 44
Nikolaus-Groß-Gedenktag der KAB
23.02.2019 - Kirche St. Martin und Pfarrheim an St. Martin, Richrath
Kinderandacht an St. Barbara
24.02.2019 - Kirche St. Barbara, Trompeter Straße, Reusrath
Karnevalsparty für Kinder
24.02.2019 - Pfarrheim an St. Mariä Himmelfahrt, Hardt 68
Kinderkarneval in St. Paulus
24.02.2019 - Pfarrheim an St. Paulus, Treibstraße, Berghausen
Weltgebetstag der Frauen
01.03.2019 - Pfarrheim an St. Martin und Kirche St. Martin, Richrath

Erste Konsequenzen aus der MHG-Studie zum Missbrauch

4. Oktober 2018; Köln

Liebe Schwestern und Brüder,

 

die Veröffentlichung der im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz erstellten Missbrauchsstudie in der vorigen Woche hat zutiefst erschreckende Erkenntnisse zutage gefördert. Geistliche haben Minderjährigen großen Schaden zugefügt und damit schwere Schuld auf sich und auf die gesamte Kirche geladen, die dann selbst auch noch viel zu oft das Wohl der Institution über das Wohl des Einzelnen stellte.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mich haben diese Ergebnisse schwer erschüttert. Mit diesem Wissen fällt es mir nicht leicht, Betroffenen gegenüber zu treten. Allenfalls anfanghaft vermag ich zu erahnen, welch großes Leid ihnen durch Diener der Kirche angetan und wieviel Schmerz ihnen zugefügt worden ist. Nicht zuletzt deshalb frage ich mich immer wieder neu, was ich, was wir als Kirche tun können, um Betroffenen zu helfen. Was können wir als Kirche tun, damit die Leidtragenden vielleicht einmal erwägen, zu verzeihen?

Angesichts all dessen kann und will ich nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Vielmehr bedarf es konkreter Taten der Aufarbeitung. Als Erzbischof fühle ich mich besonders verpflichtet, dafür Sorge zu tragen.

Es ist mir wichtig, dass sich unser Kölner Erzbistum dieser Wahrheit stellt – auch wenn sie schmerzlich ist. Es ist spätestens jetzt nötig, die Betroffenen zu hören, ihre Erfahrungen ernst zu nehmen und in unser künftiges Handeln deutlich stärker als bisher miteinzubeziehen.

In den kommenden Wochen werde ich daher einen Betroffenenbeirat einrichten und weiter die Begegnung mit Betroffenen suchen.

Zudem müssen alle Beschuldigungen ungeschönt und ohne falsche Rücksichten aufgeklärt werden. Dazu werde ich externe, unabhängige Fachleute mit einer Untersuchung beauftragen, die frei von einer möglichen kirchlichen Beeinflussung unser eigenes, institutionelles Verhalten auf mögliche Versäumnisse oder Versagen in der Vergangenheit hin prüfen werden.

Diese Seite der Aufklärung bedarf einer Ergänzung durch eine erneute, bewusste Hinwendung zu Gott durch das Gebet für die Betroffenen und unser ganzes Erzbistum. Gott kann auch da Heilung- und Zukunft schenken, wo unsere Möglichkeiten begrenzt oder unzureichend sind. Er ist größer als das Versagen in seiner Kirche und er wird gerade denen, die von ungerechter Gewalt betroffen sind, Gerechtigkeit verschaffen. Dabei will ich als Erzbischof durch Gebet und konkrete Taten mitarbeiten.

Dankbar bin ich für Ihr mitsorgendes Gebet und Ihre Achtsamkeit im respektvollen Umgang miteinander.

Es segne und stärke Sie und alle, für die wir Verantwortung tragen, der allmächtige und barmherzige Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

Ihr

Rainer Maria Kardinal Woelki

Erzbischof von Köln

 

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