Der Weg zurück ist weit ...

9. Mai 2020; Pfarrer Peter Jansen

 

Erinnern Sie sich noch, wie wir vor ein paar Wochen in die Corona–Krise gerutscht sind? Berichte aus China und anderen Ländern - und dann auf einmal wurde es auch bei uns konkret. Mitten im Wochenende wurden die Gottesdienste abgesagt und kirchliches Leben lahmgelegt; Hamsterkäufe, Gaststätten dicht und Veranstaltungen abgesagt. Von jetzt auf gleich stand das Leben still, und viele von uns mussten zu Hause bleiben.

Wie wird es weitergehen? Für einen Wiederbeginn der Eucharistiefeiern am Sonntag und an zwei Werktagen haben wir einen Plan vorbereitet, der sich nach den Bedürfnissen richtet und alle Sicherheitsstandards einhält, die wir treffen müssen. Aber es ist nicht der Normalfall, und es bleibt ein Behelf. Vieles, was uns in der Messe wichtig ist, muss bis auf weiteres entfallen: kein Weihwasser am Eingang, kein Händeschütteln mit den Banknachbarn, kein Gesang – nicht einmal ein festliches Halleluja! Und auch die Plauderrunden anschließend vor der Kirche fallen aus.  Dafür Sicherheitsabstände, ein Leitsystem auf dem Boden, ein möglichst keimfreier Kommunionempfang. Das hat nichts von einem österlichen Fest - wir leben auch kirchlich in einer Baustelle und einem Behelf. Der Weg zurück in eine – wie auch immer geartete  - Normalität ist sehr, sehr weit. 

Die Osterzeit geht in ihre zweite Phase, die mit der Bitte um den Heiligen Geist einhergeht. Wir brauchen gerade jetzt für unser Leben diesen Geist, den Esprit, das Feuer, den Beistand Gottes, der uns spüren lassen will, dass wir nicht allein sind, sondern dass Gott mit uns durch diese Zeit geht. Fürchtet euch nicht, ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende der Zeit!

 

Gott zum Gruße! Ihr Peter Jansen, Pfarrverweser

 

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