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Erstkommunion Britta Schöllmann

Datum:
4. Mai 2021
Von:
Britta Schöllmann
Erstkommunion Britta Schöllmann, 10. April 1983 mit Eltern Anni und Kurt, St. Mariae Geburt (Köln-Zündorf)

Meine eigene Erstkommunion ist bald vierzig Jahre her. Der 10. April 1983 war ein eiskalter Frühlingstag und alle hatten über ihrer Festkleidung eine dicke, wärmende Jacke an.

Es gibt viel Dinge, die für mich diese Erstkommunion ausgemacht haben. Die Vorbereitung auf die Erstkommunion übernahm meine Mutter, die gleichzeitig andere Kinder auf unserer Straße mitversorgte. Wir bastelten viel in einer grünen Mappe (Gemeinschaft mit Jesus aus dem Schwann Verlag) und ich lernte, was ein DU-Mensch ist im Unterschied zu einem ICH-Menschen. Die Erstbeichte war eher unspektakulär und eigens gestaltete Kindergottesdienste gab es zu dieser Zeit noch nicht. Wir Kinder gingen in normale Messen, die wir eher langweilig fanden, weil es keine Kinderkatechese gab. Je näher es auf das große Fest der Erstkommunion zuging, desto aufgeregter wurden alle um mich herum – und ich auch! Das weiße Kleid war für mich keine Nebensache, sondern wichtiger Bestandteil eines ganz besonderen Festes. Nach der Erstkommunionmesse habe ich mich den ganzen Tag ein Stückchen größer und erwachsener gefühlt. Ich kann schon sagen, dass ich in dieser Vorbereitung auf die Erstkommunion etwas über meinen Glauben und die Ortskirche gelernt habe, aber viel wichtiger fand ich, dass ich erfahren habe, dass Gott in meinem Leben vorkommt – und diese Geschichte schreibe ich bis heute fort. Die Geschenke an dem Tag fielen eher bescheiden aus, weil das anschließende Fest mit vielen Gästen im Vordergrund stand. Ein Geschenk ist mir aber bis heute erhalten geblieben. Ich habe an diesem Tag einen kleinen Aquamarin-Ring von meiner Großmutter Gertrud geschenkt bekommen, den ich bei meiner Hochzeit 2009 auch getragen habe. Dieser Ring steht für das Band zwischen mir und meiner Oma und für diesen schönen Erstkommuniontag. Da schließt sich für mich auch der Kreis, denn so wie ich an Gott glaube, so weiß ich, dass ich meine Oma irgendwann wiedersehen darf.